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Donnerstag, 26. Januar 2017, 11:38

Erstes Biwak in der Mühlbachquellhöhle

Die Forschungsarbeiten in der Mühlbachquellhöhle gehen weiter!
Erstmals wurde im Ostgang hinter dem 8. Siphon ein Biwak errichtet, um die Arbeiten am Hillbillie-Versturz voran zu treiben! ket_
Einen ausführlichen Bericht dazu gibt es hier:

http://www.muehlbachquellhoehle.de/aktuelles/


Viel Spaß beim Lesen!

MatthiasM

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2

Freitag, 27. Januar 2017, 13:49

Ich hab mit großem Vergnügen die letzten Berichte aus der MBQH gelesen. Als Elektrobastler hätte ich eine Frage: Euer Telefon mit der Schleifenantenne, ist das irgendeine aktuelle Entwicklung/Eigenbau oder ist das ein Satz "altmodische" Nicola/Molefon/etc. oder sonst eines von den altbewährten, aber für Nachbauer ohne Umentwicklungsambitionen zunehmend an Bauteilbeschaffung scheiternden "etablierten" Systeme? Die Anbindung ans Handy draußen muß auf jeden Fall was neues sein, dafür sind Nicola & Co "zu alt". Das Cavelink ist ja eine ganz andere Liga (und für "quick & dirty" mit der hingeworfenen Loopantenne, um mal schnell zu telefonieren gar nicht gedacht).

lG Matthias

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »MatthiasM« (27. Januar 2017, 14:30)


climber68

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3

Freitag, 27. Januar 2017, 15:11

Kann mich Matthias nur anschließen.
Toller Bericht, der Lust auf mehr macht.

sup_
Oben ists zu hell. Lass runter geh´n

Chefkoch

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4

Freitag, 27. Januar 2017, 22:01

Nun, es handelt sich nicht um Mole-, Hey- oder Nicola usw. sondern es ist ein komplette Eigenentwicklung. Ich habe dabei zwei verschiedene Konzepte im Test, das momentan eingesetzte System basiert auf SSB über einen Weaver Modulator realisiert, das andere arbeitet mit Polyphasennetzwerken und erlaubt Signalkompandierung.
Die Loopantennen, wie im Bild zu sehen, funktionieren prinzipiell auch, aber die Empfangsqualität und auch die Bandbreite ist doch ehr mäßig. Das Biwak ist mit zwei "Langdraht" antennen/Erdelektroden a 25 Meter dauerhaft verkabelt. Auf der Hochfläche verwende ich das selbe Setup. Der limitierende Faktor bei der Übertragung (eine vernünftiges Design vorausgesetzt) sind eigentlich immer die Störungen, vor allem die, die durch Netzfrequenzharmonische über z.B. Hochspannungsleitungen usw. ausgestrahlt werden.

Die Mobilfunk-Kopplung ist getrennt davon zu sehen und hat neben den Wählvorgängen und der Steuerung des GSM Moduls hauptsächlich die Senderichtungsumschaltung von Vollduplex auf Halbduplex zu realisieren.
Eine der größeren Herausforderungen ist hier eigentlich die EMV, denn die GSM Pakete werden gepulst mit niedriger Frequenz ausgesendet und das stört dann gerne den LW Empfang.
Wer das Süpplein nicht ehrt, ist des Hauptgerichtes nicht wert...

MatthiasM

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5

Freitag, 27. Januar 2017, 23:33

... an den Loops ist halt charmant, Du kannst sie hinwerfen und loslegen, wenn Du weißt, bei mäßiger Überdeckung ist einigermaßen genau über Dir die Gegenseite mit ebenfalls Loop. Wir waren mal mit zwei Molefones, wenn ich mich recht erinnere, in einem länglichen schlufig-halbsiphonigen Objekt, wo mit zwei hingeworfenen Loops Telefonieren klar und deutlich und schon fast eine Funkpeilung möglich war (Verifizierung mit einer richtigen Funkbake und Messloop oben >> der alte Plan war schon ertsklassig gut und präzise, wenn ich mich wieder recht erinnere... Überdeckung ist da aber etwas geringer, denke ich.

lG Matthias

PS.: Ist Euer Telefon irgendwie mit Mole/HEy etc. kompatibel?

Chefkoch

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6

Freitag, 27. Januar 2017, 23:59

Unserer Erfahrung nach ist der Transport der Loops auch nicht so viel einfacher als die aufgespulten Langdrahtantennen. Wenn wir Peilen wollen, haben wie einen extra Sender mit loop und ein sehr schmalbandigen Empfänger. Und tatsächlich haben wir auch schon einige Punkte in der MBQH peilungsmäßig überprüft und die Vermessung war immer sehr gut gelegen.
Die Systeme sind nicht mit den bekannten Systemen kompatibel. (war auch kein Designziel....)
Wer das Süpplein nicht ehrt, ist des Hauptgerichtes nicht wert...

7

Dienstag, 31. Januar 2017, 20:54

Biwak........

Hallo Sabrina,
in zwei Wochen kannst Du dich im Biwak mit dem Dachstein zu decken.........
Freu mich schon auf unsere Tour.


mit höllischem Gruss

Don Alfredo Hoe_win

Beni

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8

Samstag, 4. Februar 2017, 14:20

Da wo die muscheln in der decke kleben, liege aber ich ;)

Hoffentlich macht das Wetter mit.

MatthiasM

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9

Samstag, 4. Februar 2017, 15:32

Unserer Erfahrung nach ist der Transport der Loops auch nicht so viel einfacher als die aufgespulten Langdrahtantennen.
Loop läßt sich doch ggf., wenn man sie aus einem Ring mehradrigen Kabels mit einer wasserdichten kleinen Verteilerbox am Verbindungspunkt macht, zusammenlegen. .. Hauptcharme ist halt, zum "schnell mal telefonieren" an einer vereinbarten Stelle bei mäßiger Überdeckung genügt hinwerfen, einschalten, sprechen. Die Langdrahtantennen wollen erst mal verlegt sein (wäre ideal für feste Verlegung bei einem Biwakplatz z.B., aber das Gegenstück übertage kann man i.d.R. nicht liegen lassen, in flachen Land wird es geklaut ode der Förster stört sich am Draht im Wald, und im Gebirge hätte ich Angst, daß mir der Blitz die Leitungen zu Klumpen haut....)

lG Matthias

PS.: Chefkoch, Du hast 'ne Mail :)